Am Anfang…

Hervorgehoben

Wir freuen uns, dass Ihr auf den Blog zu unserem kreativen, spannenden Vorhaben ‘berlin per view’ gefunden habt!

Auf diesem Blog werden wir Euch über die Entwicklung unserer gemeinnützigen Fotobuch-Aktion, deren gesamter Erlös gespendet werden wird, auf dem Laufenden halten. Ebenso mit Euch unsere Fortschritte, aber auch Sorgen teilen. Euch um Mithilfe bitten und Euer Feedback jederzeit begrüßen.

Informiert Euch auf den weiteren Seiten über die Idee, den Hintergrund und auch über uns.

Alexander, David & Michael

SPD-Landesvorsitzender Jan Stöß für berlin per view

Weitere Unterstützung für unser Projekt berlin per view, dieses Mal wieder ganz politisch, kommt vom Landesvorsitzenden der Berliner SPD Jan Stöß.

SPD Landesvorsitzender Jan Stöß

SPD Landesvorsitzender Jan Stöß

Jan Stöß, Jahrgang 1973 und bereits seit 1990 Mitglied der SPD, studierte Rechtswissenschaften in Göttingen und promovierte 2008 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2007 an war er Richter am Landgericht Berlin und am Verwaltungsgericht Berlin.

Als Kreisvorsitzender der SPD Friedrichshain-Kreuzberg von 2008 bis August 2012 machte Stöß sich einen guten Namen innerhalb der Berliner SPD, am 9. Juni 2012 wurde er dann – in einer sogenannten Kampfabstimmung gegen den bisherigen Landesvorsitzenden Michael Müller –  zum neuen Landesvorsitzenden der SPD gewählt.

Jan Stöß, der offen mit seiner Homosexualität umgeht, lebt derzeit in Berlin-Schöneberg.

Gayle Tufts für berlin per view

Gayle Tufts

Gayle Tufts

Ihr Lieben – als weitere Unterstützung für unser Projekt berlin per view konnten wir die großartige Entertainerin Gayle Tufts gewinnen. Die in Brockton, Massachusetts, geborene Gayle Tufts schreibt und produziert ihre eigenen Shows die ein spannender Mix aus Musik und Stand-Up Comedy sind. Sie ist die Erfinderin des ‘Denglisch’ – einer unterhaltsamen Mischung der Sprachen Deutsch und Englisch.

Seit 1991 lebt sie in Berlin, derzeit in Berlin Schöneberg.

Aktuell tritt sie mit ihrem Erfolgsprogramm ‘Some Like it Heiß’ in der Bar jeder Vernunft auf, die Live-CD zum Programm ist am 9. Februar 2013  beim Label WortArt erschienen. Außerdem hat Gayle Tufts bereits mehrere Bücher veröffentlicht, ihr viertes und bisher letztes Buch erschien 2012.

Übrigens – die Bilder für Gayle Tufts Ort werden von niemand Geringerem als der hochgeschätzten, ebenfalls an berlin per view mitwirkenden, Fotografin Ilse Ruppert gemacht.

Wir freuen uns sehr, dass Gayle Tufts sich, trotz ihres vollen Kalenders, die Zeit nimmt, um an unserem Projekt berlin per view mitzuwirken.

‘out!’ – Mitgliedermagazin des Jugendnetzwerks Lambda e.V.

Alle drei Monate verteilt das Jugendnetzwerk Lambda e.V. in der ganzen Republik 3.300 Exemplare der ‘out!‘. Das Magazin wird von einem komplett ehrenamtlichen Team erarbeitet. Im folgenden Text erfahrt Ihr wie.

„Was hältst Du von ,Lügen‘? Ich glaube, das wäre vielleicht auch ein spannendes Thema für die nächste Ausgabe…“ Freitagmittag vor fünf Wochen. Einer der ersten Tage, die vermuten lassen, dass tatsächlich Sommer wird. Chefredakteur Uli und Roderyk vom Bundesvorstand sitzen für ein spätes Mittagessen vor der Dönerbude auf dem Campus von Mainz in der Sonne. „Joa…“ Roderyk schluckt bevor er weiterredet: „… die Idee hatten wir ja schon mal. Find ich immer noch gut!“ Damit ist es beschlossene Sache, und die beiden wenden sich wieder der To-Do-Liste für die aktuelle Ausgabe zu – Texte müssen noch überarbeitet werden, Bildmaterial gesucht, und es fehlt an der zündenden Idee für‘s Cover.

Nach der Arbeit wird kurz über akute Männerprobleme gesprochen, bevor Roderyk in der Bibliothek für die Bachelor-Arbeit recherchiert und Uli im Audi Max seine Zivilrechtsklausur schreibt.

Chefredakteur Uli

Chefredakteur Uli

Mit der inzwischen dritten Ausgabe, die Uli und Roderyk gemeinsam begleiten, wird das Chaos der Redaktionsarbeit für das noch neue Team überschaubarer – immerhin ist der Ablauf von der Idee bis zur Printausgabe immer der gleiche: Uli stellt das Leit-Thema vor, die Redaktion –

Roderyk, Mitglied des Bundesvorstands

Roderyk, Mitglied des Bundesvorstands

allesamt ehrenamtliche LGBT*IQ-Schreibmotivierte – sammelt Beiträge, schlägt Themen vor, geht an die Arbeit. Das heißt Recherche betreiben, Interviewpartner_innen suchen, Material sammeln, Beiträge schreiben. Die checkt Uli, hilft Bildmaterial zu finden, holt für alles den Segen von Roderyk ein und leitet das Material an Sandra weiter – die magische Layouterin. „Sandra ist großartig!“, sagt Uli. „Jedes Mal, wenn ich irgendeine vage Idee habe und ihr ein paar Zeilen schicke verwandelt sie das in eine kreative Lösung, die zum Gesamtkonzept der ,out!‘ passt und trotzdem heraussticht!“ Der Mittzwanziger ist seit 2011 Mitglied bei Lambda. „Ich hatte immer diese fixe Idee, dass ich nach Israel abhaue und mich selbst finde, wenn in meinem Leben mal ordentlich was schief geht“, erklärt er. Als dann nach vier Jahren die erste Beziehung vor dem Aus stand, kam die Israel-Freizeit von Lambda gerade recht. „Ich hatte vorher überhaupt keine Ahnung, was Lambda macht“, sagt Uli, „aber Israel war eine unglaublich großartige Erfahrung. Also habe ich mir den Verein danach mal in Ruhe angesehen.“ Er schrieb für die ‘out!’ einen Reisebericht über die Freizeit im Nahen Osten, besuchte einen Presse Workshop, den Lambda zum CSD Köln anbot, und schrieb von da an selbst regelmäßig Beiträge. Als Vorgängerin Verena sich dann Ende 2012 als Chefredakteurin verabschiedete, fragte der Bundesvorstand, ob Uli das Ruder übernehmen würde. „Da konnte ich natürlich nicht ,Nein‘ sagen!“, erzählt er.

Vorbereitung auf's Versenden der 'out!' #24

Vorbereitung auf’s Versenden der ‘out!’ #24

Wenn die PDF-Datei, die Layouterin Sandra erstellt, dann aus dem Druck kommt, ist das auf einmal eine echte Zeitschrift, mit einer Auflage von 3.300 Exemplaren – die im Falle der druckfrischen ‘out!’ #24, der Sommerausgabe 2013, jeweils aus 78.493 Zeichen in 26 Beiträgen von 12 ehrenamtlichen Schreiberlingen besteht. „Die verliest unsere gute Seele Conny dann von Hand!“, erklärt Roderyk. Conny arbeitet in der Bundesgeschäftsstelle von Lambda, und sorgt sorgt dafür, dass jede_r Abonnent_in zwei Tage später eine Ausgabe im Briefkasten hat. Zusätzlich stellt sie das Magazin als PDF online zur Verfügung und verschickt sie an ökologiebewusste Mitglieder per E-Mail.

Die Redaktion arbeitet dann bereits am nächsten Thema. „Da ist immer ein bisschen Nervenkitzel mit dabei“, sagt Uli, „weil vor Redaktionsschluss nicht absehbar ist, was da inhaltlich genau auf uns zukommt.“ Natürlich hätten Roderyk und er bestimmte Vorstellungen, wenn sie der Redaktion ein Thema präsentieren. Aber die ehrenamtlichen Autor_innen sorgen mit kreativen Ideen für Beiträge immer dafür, dass die fertige Ausgabe eine vielfältige, und manchmal vielleicht auch etwas überraschende Perspektive bietet. Roderyk und Uli sind sich einig: „Das macht nicht nur das Lesen, sondern für uns auch die Arbeit mit den Inhalten abwechslungsreich und kurzweilig!“

In Zukunft soll – zumindest was die Veröffentlichung angeht – alles noch ein Stück einfacher werden: Neben einer eigenen Homepage ist für die ‘out!’ eine App geplant. „Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir die ‘out!’ die nächsten Jahre professionalisieren und voranbringen können“, sagt Roderyk. Mit der App soll die Arbeit der ehrenamtlichen Autor_innen noch mehr junge LGBT*IQ-Menschen erreichen – und einfacher zugänglich sein. „Für ungeoutete Leser_innen ist es leichter, eine App zu installieren und in einem Ordner auf dem Smartphone zu verstecken, als alle drei Monate einen ominösen braunen Umschlag im Briefkasten zu haben“, erklärt Uli. Sonst haben die beiden noch ein paar weitere Ideen im Hinterkopf, wie sie das Magazin voranbringen wollen. „Aber entscheidend ist dabei, dass das alles ohne die großartige Arbeit, die unsere Vorgänger_innen geleistet haben, gar nicht möglich wäre! Bei dem guten Rahmen, den wir bekommen haben, ist es einfach, konkrete kleine Baustellen anzugehen und voranzutreiben“, schließt Uli.

Die Mitgliederzeitschrift ‘out!’ des Jugendnetzwerks Lambda e.V. erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 3.300 Exemplaren, die bundesweit verteilt werden – vor allem an die Mitglieder_innen von Lambda, die Landesverbände, sowie an sonstige Abonnent_innen wie Jugendzentren, schwullesbische Referate der studentischen Selbstverwaltung oder schwullesbische Medien.

Alle bisherigen Ausgaben der ‘out!’ können online eingesehen werden unter  www.lambda-online.de/index.php/aufklaerung/out

Henning von Berg schickt uns einen Appetizer

Bild

Der Fotograf Henning von Berg hat uns einen kleinen Appetizer geschickt – eine Aufnahme seines nächtlichen Shootings -

Das Haus der Kulturen der Welt bei Nacht - von Henning von Berg

Das Haus der Kulturen der Welt bei Nacht – von Henning von Berg

Saturday Night for the Elderly:
no dancing (disco fever) but working (photo shoot) for BerlinPerView.de @ HKW Berlin

- so nennt Henning die nächtliche Aufnahme (das Bild schickte er tatsächlich direkt in der Nacht) am Haus der Kulturen der Welt & wir sind ihm unendlich dankbar, dass er sich eine Nacht um die Ohren schlägt, um Fotos für unser gemeinnütziges Projekt zu machen!

Fotograf Henning von Berg & berlin per view

Mit Freude berichten wir Euch heute, dass der Fotograf Henning von Berg sich uns anschließt und ebenfalls zu unserem Fotoband beitragen wird. Selbstverständlich wird Henning die Fotografie des Ortes seiner Wahl selbst übernehmen.

Henning von Berg fotografiert von John Aigner

Henning von Berg fotografiert von John Aigner

Henning von Berg, 1961 in Niedersachsen geboren, begann erst 36-jährig im Jahr 1997 seine Karriere als Fotograf, zuvor war er hauptberuflich als Planungsingenieur tätig. In erster Linie widmet er sich Charakterportraits und Aktaufnahmen.

Internationale Aufmerksamkeit wurde ihm 1999 durch das Aktfoto-Projekt ‘Naked Berlin’ im Deutschen Bundestag zuteil. Im Rahmen dieses Shootings, bei welchem Henning von Berg auch als Co-Initiator fungierte, wurden sechs Aktmodelle u.a. auch im Reichstagsgebäude abgelichtet – ein bis heute weltweit einmaliges Shooting.

Henning von Berg kann inzwischen auf über 400 Veröffentlichungen und beinahe 50 Ausstellungen zurückblicken, dabei hat er nie sein soziales Engagement aus den Augen verloren. Jährlich widmet er sich gemeinnützigen Projekten und spendet Galerie-Abzüge für Benefiz-Veranstaltungen.

Wir freuen uns über seine Mitwirkung & sind gespannt auf die Bilder!

Handtaschenweitwurf und Transenraten – Lambda aktiv bei CSDs dabei

Die Teilnahme an den zahlreichen Christopher-Street-Days (CSDs) in den deutschen Großstädten ist innerhalb der schwul-lesbisch-bi-trans*-queer-intersexuellen Community fast schon Ehrensache. Klar, dass auch das Jugendnetzwerk Lambda es sich nicht nehmen lässt, jedes Jahr bei einem oder mehreren CSDs ganz vorne mit dabei zu sein. Doch bloß auf einem der unzähligen Paradewagen mitzufahren, ist den Jugendlichen von Lambda zu wenig. Dem Netzwerkcharakter entsprechend, gehe es Lambda in erster Linie darum „Jugendliche aus verschiedenen Regionen zu vernetzen und ihnen eine Plattform für den Austausch zu bieten,“ so Stefan Beckmann, Bundesvorstand des Jugendnetzwerk Lambda e.V.

Wie so etwas konkret aussehen kann, zeigt das Fortbildungs- und Vernetzungs-Wochenende vom Lambda Bundesverband in Kooperation mit dem Landesverband lambda_logo2Lambda Bayern im Rahmen des Münchner CSDs 2012: Am Freitag Abend trafen die Jugendlichen aus ganz Bayern im Münchner Jugendzentrum Diversity ein um sich mit dem CSD Motto „Solidarität kennt keine Grenzen“ inhaltlich auseinanderzusetzen. Auf einer interaktiven Weltkarte wurde Land für Land die Situation von homo-, bi-, trans* und intersexuellen Menschen visualisiert. Und die Diskrepanz ist groß: Von der völligen Gleichstellung in Schweden bishin zur Todesstrafe im Iran reicht das Spektrum des Umgangs mit sexuellen Minderheiten. Und nicht immer sagt die rechtliche Gleichstellung etwas über die gesellschaftliche Akzeptanz aus: so hat Südafrika zwar als einziges Land auf dem afrikanischen Kontinent die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet. Dennoch werden insbesondere lesbische Frauen tagtäglich mit gesellschaftlicher Ächtung und Gewalt konfrontiert.

Der Samstag stand dagegen ganz im Zeichen des CSDs. Mit kreativen und niederschwelligen Aktionen vermittelten die Teilnehmer_innen der Fachkräftemaßnahme zum  CSD den unzähligen CSD Besucher_innen ihre Sichtweise zu Solidarität und Toleranz. „Wir fordern nicht nur Toleranz der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft gegenüber sexuellen Minderheiten, sondern auch Toleranz innerhalb der Community selbst,“ so Jens Zeitler, Vorstand bei Lambda Bayern. So seien leider auch innerhalb der Community Klischees wie „Kampflesbe“ und „Trans* Männer sind keine richtigen Männer“ weit verbreitet.  Wie sehr wir uns dabei im Alltag von Klischees und Vorurteilen leiten lassen, führte Lambda Bayern den Besucher_innen z.B. bei seiner Aktion „Transenraten“ vor Augen. Anhand von 30 Portraitaufnahmen sollten die Besucher_innen erkennen ob die abgebildete Person homo-, hetero-, bi-, intersexuell oder trans* ist. Wie schwierig es mitunter war, zeigt das Beispiel des Travestiekabarettisten KayRay: Ausnahmslos jede_r schätze ihn als „schwul“ ein. Damit auch der Spaß nicht zu kurz kam fand natürlich auch in diesem Jahr wieder das fast schon traditionelle „Handtaschen-Weitwerfen“ am Lambda-Stand statt.

Am Sonntag schließlich fand das aufregende Wochenende mit dem CSD-Brunch seinen Abschluss. Und da so ein Brunch bekanntlich schonmal länger dauern kann, gab es genug Zeit, die Erlebnisse und Eindrucke der vergangenen beiden Tage gemeinsam zu reflektieren. „Gerade durch unsere gemeinsamen Aktionen hat sich in den drei Tagen ein tolles Gruppengefühl entwickelt“, zeigte sich Jens Zeitler sichtlich begeistert vom Erfolg des CSD-Fortbildungs- und Vernetzungstreffens. Zu recht: Wiedereinmal konnte Lambda sein Motto mit Leben füllen und lgbtqi-Jugendlichen einen Schutzraum bieten, in dem sie frei von Vorurteilen und Klischees einfach nur sie selbst sein konnten.

Journalist & Schriftsteller Elmar Kraushaar für berlin per view

Der 1950 in Niederuff geborene Journalist und Schriftsteller Elmar Kraushaar wird an berlin per view mitwirken.

Elmar Kraushaar (Foto: Sven Gebert)

Elmar Kraushaar (Foto: Sven Gebert)

Kraushaar, der bereits seit Beginn seines Studiums der Germanistik und Romanistik 1971 in Berlin lebt & direkt Mitglied der ‘Homosexuellen Aktion Westberlin‘ wurde, veröffentliche sein erstes Buch mit dem Titel ‘Schwule Lyrik – schwule Prosa’ im Jahr 1977.

Journalistisch war er zuerst für die Berliner Siegessäule aktiv, dann seit 1986 für die Berliner tageszeitung, für die ‘taz’ schreibt er noch heute seine seit 1995 erscheinende Kolumne ‘Der homosexuelle Mann…’, im Frühjahr 2004 erschien eine Sammlung der Beiträge unter gleichem Titel im Männerschwarm Verlag.

Zuletzt erschien von ihm ‘Freddy Quinn – Ein unwahrscheinliches Leben‘ im Atrium Verlag.

Ebenso möchten wir auf einen sehr starken und interessanten Artikel vom 21. Juni 2013 in der Berliner Zeitung mit dem Titel ‘Es ist nicht gut so‘ verweisen.

Wir freuen uns sehr, dass Elmar Kraushaar sich entschlossen hat, zum Gelingen unseres Bildbands beizutragen.

Theologe & ‘Männer’-Chefredakteur David Berger für berlin per view

Der Theologe & neue Chefredakteur des schwulen Monatsmagazins Männer David Berger wird sich ebenfalls an berlin per view beteiligen.

PressebilderBerger88David Berger, der Philosophie, Theologie und Germanistik studierte und Herausgeber der katholischen Zeitschrift ‘Theologisches’ und ebenso Dozent der Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin war, wurde durch sein öffentliches Outing in der ‘Frankfurter Rundschau’ im April 2010 deutschlandweit bekannt. Kurz darauf, im November 2010, erschien sein vielbeachtetes Buch Der heilige Schein: Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche, in welchem er sich mit den erzkonservativen Kräften, der Homophobie und der Verschleierung der Homosexualität in den eigenen Reihen der katholischen Kirche auseinandersetzt. Als Reaktion darauf entzog ihm die Erzdiözese Köln die Lehrerlaubnis als Religionslehrer, dies führte zu Protesten von Schülern und Eltern.

Seit dieser Zeit war Berger in erster Linie als freier Journalist, u.a. für Die Zeit und Cicero, tätig und setzte sich ebenfalls aktiv dafür ein die Betreiber der rechtsgerichteten Blogs kreuz.net (Aktion: ‘Stoppt kreuz.net‘) ausfindig zu machen. Nachdem es zu diesen immer mehr Hinweise gab, ging die Seite Anfang Dezember 2012 vom Netz.

Seit Sommer 2012 lebt David Berger nun bereits in Berlin und ist seit Mai 2013 Chefredakteur des schwulen Monatsmagazins Männer.

Wir freuen uns sehr, dass er an ‘berlin per view’ mitwirkt & bedanken uns herzlich.

Der 35. Berliner Christopher Street Day

Am vergangenen Samstag, 22. Juni 2013, fand der 35. Berliner Christopher Street Day statt. Natürlich waren wir dabei.

CSD046_watermarked

CSD039_watermarkedDer diesjährige CSD gab sich mit dem Motto ‘Schluss mit Sonntagsreden! Demonstrieren! Wählen! Verändern!’ politischer als wir es aus den letzten Jahren kannten – somit reagierte der Berliner CSD e.V. als Veranstalter auf die Kritik, beim Berliner CSD ginge es nur noch um die Party ohne jeden gesellschaftspolitischen Hintergrund.

 

CSD001_watermarkedSo war der Parade auch eine langwierige, mitunter beinahe surreal anmutende Diskussion um den Ausschluss der CDU vom CSD vorausgegangen. Letzten Endes konnte dies beigelegt werden – die CDU durfte auf dem LSU-Wagen erkennbar sein, was nur fair ist, schließlich finanziert sie größtenteils den Wagen der Lesben und Schwulen in der Union.

CSD030_watermarkedVor der Bundeszentrale der CDU war dann auch ein Merkel-Double zu sehen, welches augenscheinlich von Verfassungsrichtern in Haft genommen wurde – eine Anspielung auf die Haltung der CDU im Thema Gleichstellung, hier musste sie in den vergangenen Monaten immer wieder durch Entscheidungen des Verfassungsgerichts in Karlsruhe angestoßen werden. Als der offizielle CSD Wagen, ebenso wie die Wagen der Parteien SPD, Die Linke und der Grünen die Zentrale der CDU passierten, gab es jeweils im Rahmen einer zuvor angekündigten Aktion des CSD zum Protest gegen die Haltung der Union kurze Kommentare oder Songs in Richtung des Gebäudes. Nichts gegen Protest, aber ein wiederholtes ‘Fuck You’ und diverse obszöne Gesten der Menschen auf dem Wagen der Linken gingen dann doch ein Stück zu weit.

CSD012_watermarked CSD010_watermarked

 

 

 

 

 

Das zweite große Thema von politischer Brisanz war Russlands Umgang mit Homosexuellen – nicht nur der offizielle CSD Wagen, auch viele andere Teilnehmer drückten ihren Unmut über die dortigen Zustände aus. Ein Schild z.B. drückte das recht deutlich aus: ‘Putin My Ass’. Erstaunlich leer und ein wenig konzeptlos kam da überraschenderweise der Queeramnesty Bus daher.

CSD024_watermarked CSD025_watermarked Nach Angaben der Veranstalter waren 700.000 Besucher gekommen um friedlich und fröhlich den Berliner CSD 2013 zu begehen. Das durchgängig gute Wetter und eine entspannte Haltung aller Beteiligten und Besucher, taten ihr Übriges um diesen Christopher Street Day gelingen zu lassen.

CSD035_watermarked CSD034_watermarked

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es folgen noch weitere eindrucksvolle Eindrücke des Tages. Solltet Ihr noch Schnappschüsse haben, die wir hier oder bei Facebook veröffentlichen sollten, schickt sie per Mail an info[at]berlinperview[dot]de

CSD008_watermarked CSD007_watermarked

 

 

 

 

CSD031_watermarked CSD014_watermarked

 

 

 

CSD036_watermarked CSD020_watermarked CSD023_watermarked CSD022_watermarked CSD004_watermarked CSD003_watermarked CSD038_watermarked CSD048_watermarked CSD051_watermarked CSD050_watermarked

 

 

 

Ein Grußwort vom LSU-Bundesvorsitzenden Alexander Vogt

Der Bundesvorsitzende der LSU - Alexander Vogt

Der Bundesvorsitzende der LSU – Alexander Vogt

Der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) Alexander Vogt wird ein Grußwort für unseren ‘berlin per view‘ Fotoband verfassen. Die 1997 in Köln gegründete LSU leistet als Organisation zur Interessenvertretung Schwuler, Lesben und Bisexueller in der CDU/CSU großartige Arbeit – trotz einiger nicht unerheblicher Widerstände.

Alexander Vogt, seit 2010 Bundesvorsitzender der LSU, spart nicht mit kraftvollen, aber immer wohlgewählten Worten in Richtung der Mutterparteien – z.B. wenn er einen Kulturwandel für Gleichstellung und gegen Diskriminierung fordert.

Wir freuen uns sehr, dass Alexander Vogt sich die Zeit nimmt, um an unserem Projekt mitzuwirken!